Grosse Enttäuschung

Am Mittwochmorgen starteten wir in unsere erste EM-Qualifikation. Die besten vier Teams der letzten Saison spielten in Arlesheim eine doppelte Round Robin um die Finalteilnehmer für die Qualifikation für die Europameisterschaften in Moskau auszuspielen.

In unserem ersten Spiel hatten wir es mit dem Team St. Galler Bär zu tun. Das Spiel war sehr ausgeglichen. Leider liessen wir den Gegner im 6. End zwei Steine stehlen. Deshalb lag der Vorteil für die Schlussphase auf der Seite der St. Galler. Wir mussten im letzten End einen Stein stehlen um uns ins Zusatzend zu retten. Wir spielten das letzte End sehr gut und lagen am Schluss wirklich mit zwei Steinen shot. Doch Claudia Pescia gelang ein schöner Stein, welcher ihm zum Sieg verhalf.

Im zweiten Spiel am Mittwoch trafen wir auf das junge Team aus Adelboden. Mit guten Leistungen in diesem Jahr waren sie sicherlich ein wenig favorisiert für den Sieg an der EM-Quali. Und um es vorneweg zu nehmen, am Schluss standen sie als die Schweizer Vertretung an der Europameisterschaft in Moskau fest.

Wir spielten ein sehr gutes Spiel und konnten oft sehr viel Druck auf den Gegner ausüben. Ein Dreierhaus im 9. End entschied dann das Spiel definitiv zu unseren Gunsten. Dies hielt uns mehr als nur im Rennen für den Final.

Am Donnerstagmorgen spielten wir dann gegen das neuformierte Team Dübendorf Pfister. Auch von einem frühen Dreierhaus des Gegners liessen wir uns nicht beeindrucken und wir erspielten uns eine 6:3 Führung bis ins siebte End. In diesem liessen wir den Gegner wieder drei Steine schreiben, welche wir dann im 8. End sofort mit zwei Steinen konterten. Wir gingen also mit einem Stein Vorsprung ins letzte End mit dem letzten Stein. Leider schlichen sich in diesem End einige Fehler bei uns ein. Der Gegner konnte zwei Steine stehlen uns wir verloren ein Spiel, welches wir eigentlich nie hätten verlieren dürfen.

Im Abendspiel starteten wir in die zweite Hälfte der Round Robin und wollten uns für die Auftaktsniederlage gegen die St. Galler revanchieren. Das Spiel war zu Beginn ausgeglichen. Im fünften End spielten wir sehr offensiv, doch viele Steine kamen nicht. So auch der letzte Stein von Pascal, so dass wir ein Fünferhaus kassierten. Somit war das Spiel bereits sehr früh entschieden und nun mussten wir am Freitag die letzten beiden Spiele gewinnen um den Final der EM-Trials zu erreichen.

Die Partie gegen die Adelbodner blieb lange ausgeglichen, der Gegner erspielte sich aber leichte Vorteile für die Schlussphase. Wir gingen mit einem Rückstand von zwei Steinen in das letzte End. Wir mussten also unbedingt zwei Steine schreiben. Es lagen sehr viele Steine im Haus, jedoch waren es zu viele vom Gegner und sie konnten einen Stein stehlen. Somit waren unsere Träume von Moskau geplatzt.

Im letzten Spiel ging es für uns eigentlich um nichts mehr, doch wir wollten uns unbedingt für die ärgerliche Niederlage gegen Dübendorf vom Donnerstagmorgen revanchieren. Wir hatten das Spiel stets unter Kontrolle. Nach 8 Ends, einer Führung von 5:3 und dem Recht des letzten Steines in einem von uns kontrollierten Spiel gab der Gegner auf, weil aufgrund des Resultates des anderen Spiels, auch sie nicht länger im Rennen um die EM-Teilnahme waren.

Hier zu den Resultaten: http://resultat.curling.ch/Archiv/201112/scl/herren/herren-em-trials/TD.HTM

Leider konnten wir beim ersten Saison-Höhepunkt nicht unser bestes Curling abrufen und darüber sind wir sehr enttäuscht. Es gilt aber jetzt die richtigen Schlüsse aus dieser Quali zu ziehen und uns nun für den zweiten Teil dieser Saison gut vorzubereiten. Es folgt nun eine lange Zeit mit einigen Turnieren. Doch wirklich ernst gilt es dann erst Mitte Januar wenn die Meisterschaften, die Swiss League A beginnt.

Herzlichen Dank an unseren „Event-Coach“ Martin Zürrer, der uns während der ganzen Woche hervorragend betreut hat. Er konnte uns auch viele wichtige Inputs mitgeben, welche wir nun in unsere Trainings und Wettkämpfe einbauen werden.

Und natürlich danke allen Fans, die den weiten Weg nach Arlesheim auf sich genommen haben um uns zu unterstützen und mitzufiebern!