Knapp das Saisonziel verpasst
Mit einer grossen Portion Zuversicht sind wir in die Schweizermeisterschaft gestartet. Trotz drei Siege gegen die besten vier Teams reichte es nicht für die Playoffs (Top 4). Der fünfte Schlussrang ist aber dennoch ein gutes Resultat und damit verbleiben wir in der SLA für die nächste Saison (nur noch die 10 besten Teams).
Resultate und Fotos
Am ersten Tag starteten wir gegen Mitfavorit Baden Regio (Müller), wobei das Spiel bis am Schluss spannend war und wir im Zusatzend mit dem letzten Stein die ersten zwei Punkte verbuchen konnten.
Der Sonntag begann sehr gut für uns. Das Spiel gegen Dübendorf (Attinger) verlief zu unseren Gunsten und wir konnten schon nach sechs Ends in den Apero gehen. Das zweite Spiel war dann harter umkämpft, kein Wunder wenn das Derby gegen Zug 2 (Iten) angesagt war. Leider lagen wir in der Mitte des Spiels mit drei Steinen zurück, was wir bis zum Ende nicht mehr gut machen konnten und die erste Niederlage Tatsache war.
Am Montag waren wiederum zwei Spiele angesetzt und mit St. Moritz (Karnusian) und St. Gallen Bär (Pescia) bekamen wir es mit den beiden routinierten Top-Favoriten zu tun. Gegen die Bündner war es ein harter Kampf um jeden Zentimeter, den wir mit zwei geschriebenen Steinen im letzten End für uns entscheiden konnten. Mit viel Selbstvertrauen starteten wir in die zweite Partie des Tages gegen die St. Galler Bären. Auch hier erwartete uns kein Spaziergang und Pascal musste seine besten Steine auspacken um uns im Rennen zu halten. Leider reichte es im Zusatzend ohne den letzten Stein nicht den Sieg zu holen.
Nach einer guten Portion Schlaf stand am Dienstag das junge, bis dahin ungeschlagene Team aus Uitikon (Ruch) als Gegner auf dem Eis. Im fünften End gelang uns ein 4er- Haus, was uns dann reichte um die nächsten zwei Punkte auf unserem Konto gut zu schreiben. Damit war klar, dass uns zwei Siege aus den letzten drei Spielen für die Playoffs der besten vier reichen würden.
Mit viel Elan starteten wir in den Mittwoch um in einem engen Match gegen Glarus (Vuille) als Verlierer vom Eis zu gehen. Im zweiten Spiel trafen wir auf die jungen Adelbodner, die vor vielen Fans zeigen wollten, dass sie bisher unter ihrem Wert geschlagen worden waren. In einer äusserst nervenaufreibenden Begegnung konnten wir im letzten End mit einem gestohlenen Stein weitere Punkte sammeln.
Die Ausgangslage für das letzte Spiel der Round Robin war klar: Mit einem Sieg konnten wir uns definitv für die Playoffs 3 vs. 4 qualifizieren, bei einer Niederlage mussten wir auf Patzer anderer Teams hoffen. Mit grossem Siegeswillen begannen wir die Partie gegen Bern Zähringer (Werthemann) und gaben in der ersten Hälfte den Tarif durch. Danach fielen wir aber aus dem Rhythmus und spielten schlechter und schlechter, so dass wir am Schluss mit hängenden Köpfen dem Gegner zum Sieg gratulieren mussten. Leider vermochte auch die zweite Zuger Garde gegen Baden Regio nicht zu gewinnen um in einem Tie-Break gegen uns den 4. Rang auszumachen, so dass gleich doppelter Zuger Frust herrschte!
Insgesamt haben wir mit dem fünften Schlussrang die Qualifikation für die SLA der nächsten Saison (nur noch 10 Teams) geschafft. Dies vermag aber nicht über die sehr knapp verpassten Playoffs und die Möglichkeit Schweizermeister 2010 zu werden, hinweg zu trösten. Eine Leistungssteigerung während der Woche war ersichtlich, leider konnten wir das Niveau nicht durchziehen.
Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Fans bedanken, die vor Ort oder zu Hause die Daumen gedrückt haben. Ein grosser Dank geht auch an unseren Coach Brian, der uns die ganze SM-Woche hindurch begleitet und unterstützt hat und bis zu letzt an eine Medaille geglaubt hat. Und natürlich haben uns im Hintergrund Florian Zürrer und Cyril Stutz, unsere Ersatzleute, den Rücken gestärkt. Merci vil Mol!
Das Team Zug Raiffeisen wird ziemlich sicher auch nächste Saison wieder mit einigen starken Leistungen aufwarten. Wie das Team genau aussehen wird, werdet ihr im Verlauf des Sommers erfahren.



